nd wieder geht es um die Gothaer. „ Mit guter Software zu kleineren Haftungsrisiken“, so lautet die Überschrift des Flyers der mich gestern über den Levelnine Support per Mail erreicht hat. „Gut“ sagt, so denke ich nicht sehr viel aus. Lesen wir als genauer, was gemeint sein könnte. Geworben wird für ein Maklerverwaltungsprogramm mit Kosten von immer 600,- € monatlich für den User. Es wird auf doch oftmals große Maklerbestände im Bereich der Privatkunden verwiesen, die doch ein Massengeschäft sind. Das Wort Massengeschäft hat, so sehe ich das, einen eher üblen Beigeschmack, denn ist nicht jeder Kunde im Bedarf anders und hat der Makler nicht die Aufgabe diese Bedarf individuell zu prüfen und „zu bedienen“. Aber egal, das ist meine Meinung. Sicher ich, so entnehme ich dem Artikel, das der Verwaltungsaufwand sinkt. Das ist löblich, denn die Zeit wird beim Kunden benötigt. Ein wenig stutzig machte mich der Hinweis hingegen, dass Haftungsrisiken reduziert werden, sofern die Software zum Einsatz kommt. Die Software sucht, anscheinend aktiv, die „besten“ Neuverträge für den Mandanten raus. Nach welchen Kriterien ist nicht erwähnt. Die Verpflichtung, so der Artikel, liegt im Bereich des „Best Advice“, die das Gebot der Software ist, wenn es um die Auswahl der Produkte geht. Aber hatten wir das nicht schon in 2009? Damals warb die Gothaer mit einem Flyer,“ Optimieren Sie Ihre Beratungshaftung“ und sprach den Vermittler /Makler an. Der Kunde der Gothaer war also der Makler, nicht der Verbraucher. Dieser galt der Werbung und war zu gewinnen. So auch jetzt. Wer genau las stellte fest, dass die sogenannte „Gothaer Hilfsmittelgarantie“, bezogen auf suggerierten Vertragsinhalte in den PKV Tarifen, nicht dem Stand hielt, was auf Seite 1 versprochen wurde. Auf Seite 1 wurde mit einer enorm großen Menge an Hilfsmitteln geworben die als Garantie „verkauft“ wurden. Seite zwei reduzierte es auf die tatsächliche Vertragsinhalte , eher klein vermerkt, die meiner Meinung nach als unzureichend zu werten sind, denn es sind nicht viele Dinge, oftmals auch nicht die, die man sich nicht selber kaufen könnte. Die beiliegenden Gütesiegel bezogen sich nicht auf die Voll-PKV, machten aber auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Der Clou der Sache war die Antwort aus dem Hause der Gothaer, die mein Kollege Herr S. Hennig, als Stellungnahme zum Flyer erwirkte. Gegenüber der Garantie, so die dortige Wortwahl, wurde bestätigt, dass grundsätzlich KEIN Leistungsanspruch auf die Gesamtheit der Dinge mit Ausnahme der wirklichen Vertragsinhalte der Versicherungsbestimmungen bestehen würde. Wurde nicht hier auch, wie nun in der Softwarewerbung von Qualität gesprochen, die dann doch nicht so war, wie dargestellt? War nicht auch dort der Makler angesprochen, der die Haftung trägt, also umworben werden muss, damit er tätig wird. In welchem Sinne aber, sollte er das tun? Das alles sind nur Gedanken, bezogen auf die Vergangenheit. Hoffentlich ist es nun anders. Warten wir es ab. Es würde mich freuen, denn der Artikel erwähnt klar und deutlich, zweifelsfrei richtig, dass die Zeit sich verändert hat. Die Haftung tritt immer weiter in den Vordergrund, daher auch die Dokumentation: Der Makler wird klar und deutlich auf seine Verantwortung hingewiesen, sollet also auch genau lesen, was ihn anspreche soll.
Geht es um Genauigkeit und Detailgetreue und die entsprechende Protokollierung? So helfe ich gern weiter aber nur im Bereich der Private Krankenversicherung und der Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit, denn ich habe mich spezialisiert und „kann nichts anderes“?..
Ihr Frank Dietrich
PremiumCircle Berlin GmbH
Schlagworte: Berufsunfähigkeit, Gothaer, Makler, PremiumCircle Berlin, Private Krankenversicherung